Bis zu ihrem Eintritt in die Feuerwehr sind die Mitglieder der Jugendfeuerwehr bei Einsätzen außen vor. Sie dürfen noch nicht mithelfen, sind zur Tatenlosigkeit verurteilt. Ihre Aufgabe besteht über einige Jahre darin sich theoretisch auszubilden und in Übungen das Erlernte in die Tat umzusetzen. Schauübungen sind da die einzige Möglichkeit unter Beweis zu stellen, das Gelernte zu beherrschen.
Die Flammersfelder Jugendwarte Stefan Krämer, Markus Rübesam und Marcel Grewe nahmen bei der ersten Übungseinheit des neuen Jahres die Möglichkeit wahr, ihren Schützlingen am Brandobjekt „Euroland“ einen Löscheinsatz zu dokumentieren, zu erklären was wo und wann wichtig ist. Aufstellung der Einsatzfahrzeuge, Einrichtung der Wasserentnahmestelle. Erstangriffe und Sicherung von Objekten gegen den Übergriff des Feuers. Beim Euroland – Brand war es vornehmlich wichtig den Gastank an der rückwärtigen Gebäudeseite vor dem Überhitzen zu schützen und durch ständiges belegen mit einem Wasserfilm abzukühlen.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die ausreichende Versorgung mit Löschwasser. Im Gewerbegebiet Flammersfeld war die Wasserversorgung am Ende der Versorgungsleitung über ein Standrohr und Zuleitung über ein Tanklöschfahrzeug gesichert worden. Die Wasserversorgung über die Versorgungsleitung reichte allerdings nicht aus. Das Löschwasser wurde schneller verbraucht als über die Versorgungsleitung nachlief. Das habe in der Regel zur Folge dass über eine andere Leitung noch Wasser zugeführt werden muss. Das wiederum ist mit langen Schlauchwegen und Zeitaufwand verbunden. Beim Euroland – Brand habe man sich für den Pendelverkehr mit weiteren Tanklöschfahrzeugen entschieden.
Die 30 Jugendfeuerwehrler des Löschzuges Flammersfeld hatten an ihre großen Kollegen eine Fülle von Fragen. Erstaunt waren sie über die Zerstörung durch das Feuer. Dass an dem Hallengebäude nichts mehr heile, alles unbrauchbar war. – wwa –
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Foto: Stefan Krämer, einer der Jugendwarte, erläuterte seinen kleinen Feuerwehrkameraden die Vorgehensweise am Brandort „Euroland“.
Foto: Wachow