Ganz schön anstrengend sind solch Schulungstage für den Feuerwehrnachwuchs. Da drücken die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr Flammersfeld die Woche über die Schulbank und stellen sich am freien Samstag auch noch einer freiwilligen Schulung zur Verfügung. Irgendwann in der zweiten Hälfte des Jahres wollen sie sich der Prüfung zur Jugendflamme Teil 1 stellen und dafür muss schwer gebüffelt werden. Die Jugendbetreuer Marcus Rübesam, Marcel Grewe und Julia Dewitz, sowie Stephan und Daniel Krämer bringen ihren Schützlingen alles bei.
Da mussten sie die vier wichtigsten Regeln zum Funk erlernen. Die Grundsätze beim Funken. Die Höflichkeitsform, möglichst kurze Sätze, ein klares und deutliches Sprechen. Dann stand der Aufbau des Funkrufnamen ebenso auf dem Programm wie die Erlernung der Kennziffern der Fahrzeuge. TLF für Tanklöschfahrzeug, TSF für Tragkraftspritzenfahrzeug, MZW-L für Mannschaftstansportwagen mit Ladefläche. Zuletzt kam dann noch der Aufbau eines Funkgespräches hinzu. Gleichwichtig ist auch die Kartenkunde. Welche Bestandteile eine Karte aufweist, der Maßstab angegeben ist und der Einsatz der Koordinaten.
Nicht unwichtig ist bei der Prüfung zur Jugendflamme auch die Kenntnisse zur „Ersten Hilfe“. Die Rettungskette sollte im Gedächtnis sein und im Schlaf abgespult werden können. Lebensrettende Sofortmaßnahmen einleiten, die Unfallstelle absichern und Notruf absetzen. Die Notrufnummern für den eigenen Bereich sind die 19222 für den Rettungsdienst (DRK), 112 der Feuerwehr und 110 der Polizei. Auch die fünf W-Fragen wurden erlernt. Was ist passieret? Wo ist es passiert? Wie viele Verletzte? Welche Art der Verletzungen? Warten auf Rückfragen.
Zum Ende des Tages stand dann noch die Erlernung von Knoten und Stichen. Jeder musste ran, die Knoten an der Stuhllehne einstudieren. Da gab es den Halbschlag, den Zimmermannsschlag und den Mastwurf. – wwa –
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Foto: Benedikt Müller und Tim Drüppel zeigten was sie bereits an Knoten gelernt haben
Foto: Wachow