Sie dürfen noch nicht an den Einsätzen teilnehmen, die Mitglieder der Jugendfeuerwehren, und dennoch müssen sie allwöchentlich schon ihren Dienst verrichten, lernen und üben. Das aber ist auf die Dauer nicht so prickelnd für die 12 bis 16 jährigen Jungen und Mädchen. Daher führen in der Flammersfelder Feuerwehr die verantwortlichen Jugendbetreuer und Ausbilder der Jugendfeuerwehr Übungen durch die den Jugendfeuerwehrmitgliedern aber auch den Familien und Bürgern demonstrieren sollen wie gut ihre Kinder schon ihr Handwerk beherrschen. In der Flammersfelder Jugendfeuerwehr sind 30 Jungen und Mädchen tätig. Sie kommen aus allen Ortschaften des Bereiches Flammersfeld und Oberlahr. Am Wochenende wurde die Jugendfeuerwehr zur Übung nach Rott gerufen. Ein Personenwagen, so das angenommene Szenario, war über die Kreuzung hinaus auf den Spielplatz gefahren und dort frontal gegen einen Baum geprallt. Viele Rotter Bürger wollten sehen wie ihre Jugendfeuerwehr die Sacher erledigt. Mit zwei Wagen rückte die Jugendfeuerwehr an. Zehn Mitglieder waren für die Übung ausgewählt worden. Da angenommen worden war, dass nicht nur noch zwei verletzte  Personen im Fahrzeug saßen, sondern auch der Motorraum Feuer gefangen hatte, musste ein Trupp zur Brandbekämpfung und einer zur Personenbergung und Erstversorgung eingesetzt werden. Bei Dingen wie das Fahren von Einsatzfahrzeugen und das Bewegen schwerer Gerätschaften, wie der Tragkraftpumpe, stehen die Jugendbetreuer zur Verfügung. Zwei Jugendfeuerwehrler stellten sich mit dem Schaumaufsatz seitlich des Pkw in Bereitschaft. Vier junge Damen hatten indes mit der Bergung der Verletzten begonnen, sie vorsichtig aus dem Fahrzeug herausgeholt, sich aber zuvor über deren Zustand und Verletzungen informiert. Da angenommen wurde dass das Fahrzeug brennt, mussten die verletzten unbedingt geborgen werden. Gesichert auf einer Trage wurden sie zur Sammelstelle gebracht wo die Jugendfeuerwehrlerinnen mit der Erstversorgung begannen. Nach der Personenbergung begann der Löschtrupp seine Arbeit. Über die Lautsprecheranlage erläuterte Daniel Krämer den interessierten Bürgern was warum wo ablief. Der anhaltende Beifall zeugte von der Begeisterung der Bürger über ihre Jugendfeuerwehr. (wwa)

 

Fotos: Wachow

 

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